Hier die Interviewtexte zum Nachlesen und die Rezept zum Nachkochen – Viel Spaß dabei =)

31.8.2017 Daheim in Österreich – Dürnstein

1 Einstieg

Gesund essen – damit meinen wir meistens: Viel Obst und Gemüse und wenig Fett. Stimmt nicht ganz – und nicht für jeden, sagt die TCM Ernährungsberaterin Christina Schnitzler – herzlich willkommen.

– Sie sagen: Gesunde Ernährung ist für jeden etwas anderes…wie meinen Sie das?

Danke für die Einladung. Ich freue mich hier zu sein. Gesunde Ernährung hat eine hohe Priorität, viele suchen danach.

Das Schöne: Es gibt völlig neue Erkenntnisse zu diesem Thema, die ich in die Arbeit in meiner Praxis einfließen lasse.

Gene: einige verbrennen Kohlenhydrate sehr schnell und brauchen andere Nahrung, also mehr Eiweiß und Fett

Autonomes Nervensystem: schnelle, sehr aktive Menschen mit starkem Sympathikus brauchen andere Lebensmittel als ruhige, gelassene Menschen

Ernährung passt im Idealfall zu den Genen und zum Autonomen Nervensystem

– Dann fühlen wir uns wohl und bleiben bis ins hohe Alter gesund.

2 Typen

– Sie unterscheiden ihre Klienten nach „Stoffwechseltypen“. Welche gibt es da?

2 Eiweißtypen, 2 Kohlenhydrattypen und 2 Ausgewogene Typen

– Wie unterscheiden sich jetzt diese Typen voneinander? Wir sehen da am Tisch ein paar Beispiele was welcher Typ besonders gerne isst…

Eiweißtypen lieben  Eier mit gutem Speck und Pilzen, Tafelspitz mit Wurzelgemüse oder Rindsgulasch. Sie brauchen unbedingt tierisches Eiweiß und Fett. Das macht sie lange satt und hält sie gesund.

Kohlenhydrattypen nehmen nur ab und zu ein Ei, bevorzugen Getreide mit Nüssen und Obst, wenig Hühnerbrust oder Linsen und viel Gemüse dazu. Damit sind sie lange satt und optimal versorgt. Si ekönnen auch gut vegetarisch leben.

3 Test

– Wie kann ich selbst herausfinden, was für ein Stoffwechseltyp ich ungefähr bin?

Die Richtung finden geht ganz einfach:

  1. Huhn
  2. Butter
  3. Tafelspitz

Es gibt ein sehr interessantes E-Book auf meiner Homepage mit einem Test. Der hilft, sich selbst besser einzuschätzen.

Oder Sie kommen in meine Praxis und lassen sich austesten. Da bekommen Sie einen genauen Plan, was Sie zum Essen brauchen.

4 Praxis

– Welcher Stoffwechseltyp kommt denn bei Ihnen in der Praxis am häufigsten vor?

  • Eiweißtypen, auf der Suche nach dem richtigen Essen
  • Sie essen wenig Fleisch und Fett, naschen deswegen und fühlen sich „undiszipliniert“.
  • Mit ausreichend Eiweiß und Fett haben sie keinen Heißhunger mehr, naschen weniger und fühlen sich viel besser.
  • Meine Kunden haben sehr schnell erstaunliche Ergebnisse.
  • Kohlenhydrattypen finden leichter das richtige Essen, weil fleisch- und fettarm zu ihnen passt und ihnen schmeckt

– Essen, was einem schmeckt. Das klingt eigentlich ganz einfach – warum muss man dafür zur Ernährungsberatung?

  • In der Beratung teste ich natürlich viel genauer, auch Unverträglichkeiten.
  • Die Ernährungsberatung beantwortet viele Fragen der Suchenden, warum sie Blähungen haben oder unter Müdigkeit leiden. Die Beratung kürzt die Suche extrem ab.
  • Meine Kunden bekommen einen individuellen Plan, können sofort loslegen, spüren den Nutzen sofort und fühlen sich deutlich besser. Sie bekommen Sicherheit in punkto Ernährung.

 

21.9.2017 Daheim in Österreich – Retz

– Wir haben da wunderbare Retzer Weintrauben – welche Wirkung wird Ihnen denn in der TCM zugeschrieben?

Danke für die Einladung. Ich freue mich hier zu sein. Weintrauben haben faszinierende Wirkungen, die in der TCM auch therapeutisch eingesetzt werden. Der süße Geschmack entspannt und harmonisiert. Wir verwenden sie bei Qi Mangel, also wenn wir müde und antriebslos sind, Blut Mangel zum Blutaufbau oder bei Mangel an Körperflüssigkeiten, wie er bei älteren oder gestressten Menschen häufig vorkommt. Außerdem verschaffen sie Erleichterung bei trockenem Husten mit zähem Schleim und bei Verstopfung. Um nur einige Wirkungen zu nennen.

– Auf welche Organe wirken die Trauben positiv?

Sie haben einen direkten Bezug zur Lunge, zur Milz, zur Niere und zur Leber. Um die Niere zu stärken werden sogar ein paar Kerne mitgegessen. So holt man sich die geballte Kraft, die einen ganzen Weinstock entstehen lässt.

– Ich präzisiere es nochmals: Es geht jetzt nicht um den Wein sondern um die Traube! Wirken rote Trauben anders als die Weißen?

Ja genau, es geht um die Traube! Die roten stärken mehr das Blut. Sie sind sehr günstig in der Schwangerschaft. Die weißen stärken mehr unser Qi, die Lebensenergie, ideal wenn wir müde und antriebslos sind.

– Sie sind ja Expertin für die sogenannten „Stoffwechseltypen“. Kurz zum Verständnis – was ist damit gemeint?

Es gibt völlig neue Erkenntnisse zum Thema Gesunde Ernährung, die ich in meine Praxis einfließen lasse.

Die Gene entscheiden, was wir zum Essen brauchen, damit wir gesund bleiben. Wir können uns das nicht aussuchen! Einige von uns verbrennen die Kohlenhydrate sehr schnell und brauchen deshalb andere Nahrung als die Menschen, die sie sehr langsam verbrennen.

Auch im Autonomen Nervensystem, das unseren gesamten Stoffwechsel reguliert, gibt es Unterschiede. Die schnellen, sehr aktiven Menschen mit einem starken Sympathikus brauchen andere Lebensmittel zum Ausgleichen, als die ruhigen, gelassenen Menschen.

Wenn man seinen Stoffwechseltyp kennt, bekommt man Sicherheit in Punkte Ernährung und weiß genau wie viel Eiweiß und Fett man braucht, ob es tierisch sein sollte oder vegetarisch sein darf, und welche Kohlenhydrate man verträgt. Die Ernährung sollte im Idealfall zu den Genen passen, damit wir uns wohlfühlen und bis ins hohe Alter gesund bleiben.

– Wie merke ich, zu welchem Stoffwechseltyp ich gehöre?

Die Richtung zu finden ist ganz einfach. Das Essen passt nämlich zu den Vorlieben.

Huhn und Butter sind gute Beispiele. Wer beim Huhn lieber das saftige Haxl isst und Butter lieber etwas dicker aufträgt, ist meistens einer der Eiweißtypen und braucht genau das. Während die Kohlenhydrattypen lieber das trockene Brustfleisch essen und die Butter nur ganz dünn auftragen, weil ihnen genau das gut tut.

Ich habe ein sehr interessantes E-Book auf meiner Homepage mit einem Test, der hilft, sich selbst besser einzuschätzen.

Oder Sie kommen in meine Praxis und lassen Sie sich austesten.

Da bekommen Sie einen genauen Plan, was Sie zum Essen brauchen.

– Ist es eigentlich oft so, dass man intuitiv eh das am liebsten isst, was zu einem passt?

Meistens ja. Mit Ausnahme von süßen Sachen. Wer viel nascht, dem fehlt in Wirklichkeit meistens Eiweiß und Fett, also Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse, Butter, Olivenöl. Viele Menschen essen aus Vernunft zu wenig davon und naschen, weil dem Körper die Nährstoffe fehlen. Mit Naschkatzen gibt es erstaunliche Erfolge in meiner Praxis.

– Wenn wir jetzt zu den Trauben zurückkehren: Für welchen Stoffwechseltyp sind denn weiße oder rote Trauben besonders geeignet?

Generell gilt: Vorsicht mit der Menge! Sie enthalten viel Zucker. Die Kohlenhydrattypen können etwas mehr davon essen. Für Eiweißtypen sollten sehr sparsam sein. Täglich eine kleine Handvoll direkt nach einem ausgewogenen Essen mit ausreichend Eiweiß und Fett reicht, um die therapeutische Wirkung zu erzielen.

– Sie haben uns ein etwas eigenwilliges Rezept mitgebracht:

Ich nehme ein Eigelb, verquirle das mit 1/8 Rotwein und genieße meine Naturmedizin. Super geeignet für Blutaufbau, also z.B. für Frauen mit starker Menstruation oder um abends zur Ruhe zu kommen. Zum Wohl!

2.11.2017 Daheim in Österreich – Pöchlarn

Rezepte

Ankündigung: Die TCM Ernährungsberaterin Christina Schnitzler ist Expertin für Stoffwechseltypen: Jeder von uns gehört einem bestimmten Stoffwechsel- oder Mischtyp an und hat deshalb einen ganz individuellen Bedarf an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett. Christina Schnitzler bringt zwei wärmende Winterspeisen für den Eiweiß-und den Kohlenhydrattyp mit und erklärt, warum der Bratapfel nicht nur jedem „schmeckt“ sondern eine optimale Winternachspeise für sämtliche Ernährungstypen ist.

Gesund ist, was einem schmeckt – das klingt bestechend einfach. Ist es natürlich nicht ganz – denn das gilt nur dann, wenn man nicht nur Essen in sich hineinstopft, sondern dabei auch aufmerksam in sich hineinhört. Die TCM Ernährungsberaterin Christina Schnitzler hilft uns jetzt ein wenig dabei – herzlich willkommen.

Herzlich willkommen. Danke für die Einladung =)

– Sie haben ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Was den einen nährt macht den anderen krank“. Wie ist das gemeint?

Ja, die 5. Auflage ist fast ausverkauft! Der Titel entstand durch ein Zitat vom römischen Dichter und Philosophen Titus Lucretius Carus: „Was den einen nährt, bringt den anderen um“.

Und es ist tatsächlich so: Die einen essen zu viel Fleisch und ungesunde Fette und sterben früher, die anderen essen zu viel Zucker oder zu viel Getreide, und entwickeln dadurch Krankheiten, die ihr Leben verkürzen.

Viele Forschungsergebnisse zeigen inzwischen deutlich: Wir können uns den richtigen Treibstoff nicht aussuchen! Jeder von uns braucht Eiweiß, also Proteine, Fette und Kohlenhydrate, jedoch in unterschiedlicher Zusammensetzung, sowohl was die Zutaten betrifft, als auch die Mengenverhältnisse.

– Sie haben ja bei uns in der Sendung schon einmal die verschiedenen Stoffwechseltypen erklärt – ganz kurz: Wie kann man selber wissen, welcher Typ man ist?

Auf meiner Homepage gibt es ein interessantes E-Book, das man gratis herunterladen kann, mit einem Test. Der hilft sich selbst besser einzuschätzen. Wer vom Huhn lieber das Haxl mag, gern Fleisch isst, auch durchzogen wie zum Beispiel Schopfbraten und die Butter dick aufträgt, ist vermutlich ein Eiweißtyp. Wer Butter nur sehr selten mag und auch Fleisch nicht so gern hat bzw. das magere Karree oder die Hühnerbrust bevorzugt, gehört eher zu den Kohlenhydrattypen. Man kann sich natürlich auch austesten lassen und bekommt dann einen genauen Plan passen zum Stoffwechseltyp.

– In der Traditionellen Chinesischen Medizin beginnt ja jetzt der Winter und damit die Ernährungsumstellung auf die kalte Jahreszeit. Sie haben uns quasi für jeden Stoffwechseltyp ein typisches Winteressen mitgebracht – was tut denn da wem gut?

Ich habe zwei Eintöpfe mitgebracht. Beide wärmen, geben Energie und harmonisieren das Verdauungssystem. Hier haben wir eine köstliche Linsensuppe. (2 Schöpfer auf den Teller geben) Mit ausreichend Olivenöl ist sie eine sättigende Hauptmahlzeit für Kohlenhydrattypen. Für die Eiweißtypen habe ich einen wohltuenden Fleischeintopf mitgebracht: Tafelspitz mit Wurzelgemüse. (2 Schöpfer auf den Teller geben) Auch daraus kann man mit ausreichend Fett eine sättigende Hauptmahlzeit machen…

– Sie sagen dezidiert, für manche Stoffwechseltypen ist FETT ganz wichtig – also keine falsche Zurückhaltung …

Richtig! Danke, dass Sie das Thema ansprechen. Viele Menschen sind so sparsam mit dem Fett, dass sie unterversorgt sind und deshalb naschen. Wir brauchen gute Fette für unser Gehirn und für gesunde Zellwände. Sie liefern außerdem wertvolle Energie und Wärme. Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger. Das Essen schmeckt besser und man wird mit kleinen Portionen satt. Fette geben laut TCM Stabilität und Sicherheit. Einer meine Kunden gab mir kürzlich das Feedback: „Ich bin mehr in meiner Mitte und kann leichter NEIN sagen.“ Zu wenig Fett ist genauso ungesund wie zu viel davon. Ich zeige am besten gleichmal wie viel die einzelnen Stoffwechseltypen brauchen, damit sie optimal versorgt sind. (1 EL in Linsensuppe, 3 EL in Fleischeintopf)
Ich zeige das deshalb so genau, weil die meisten sich nicht trauen, so viel Fett in ihre Suppe zu geben und dann nicht satt sind bis zur nächsten Mahlzeit. Meine Kunden erzielen erstaunliche Ergebnisse.

– Sie haben uns auch noch einen klassischen Bratapfel mitgebracht – schmeckt ja herrlich an so kalten Herbst – und Winterabenden. Und es ist für jeden Stoffwechseltyp gut – warum?

Der Apfel ist für alle Stoffwechseltypen geeignet, obwohl die Eiweißtypen viel weniger Obst vertragen. Deshalb essen sie lieber 1/2 Bratapfel als Nachspeise, während die Kohlenhydrattypen ihn als leichte Hauptspeise genießen. Sie finden die Rezepte alle auf meiner Homepage zum Nachkochen.